Der Tandem-Schiedsrichter


 

So mancher mag sich fragen, ob wir jetzt schon total verrückt geworden sind? Tatsächlich sollen durchaus schon mal die Worte "Jetzt müssen wir schon zwei von diesen Deppen bezahlen" gefallen sein - jedoch: Das alles macht Sinn! Außerdem stimmt die Aussage im Wesentlichen nicht.

 

Das Projekt des Tandem-Referees wurde erstmals ab der Saison 2016/17 durchgeführt - das Waldviertel diente hier zu Beginn als alleiniger Vorreiter für ganz NÖ. Dies ist Gruppenleiter Hubert Pfeiffer zu verdanken, der sich - wie man anhand der Etablierung dieser Idee erkennt - völlig zurecht dafür eingesetzt hatte.

 

Nun ja: Die Erfindung an sich stammt nicht aus Österreich, diese Innovation kam bereits zuvor seit einiger Zeit in Deutschland zum Einsatz. Aber immerhin hierzulande waren wir Nummer 1.

 

Vor allem für junge Kollegen, die ihr erstes Match pfeifen, ist der/die arrivierte Kollege/in oft eine wichtige Stütze, damit grobe Schnitzer - diese sind anfangs natürlich legitim - gleich ausgebessert werden können.

 

Im Regelfall kommt der Tandem-Schiri in U13-Spielen zum Einsatz. Klar ist stets die Hoffnung dabei ein Supertalent bei den ersten Pfiffen zu entdecken, letztlich aber gilt: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen". Dieser Spruch passt für die Schiedsrichterei einfach perfekt.


Das Wesentliche

 

Wir möchten uns kurz auf das Wichtigste beschränken, was es für Außenstehende zu wissen gilt:

 

  • Beim Tandem-Schiri läuft ein erfahrener Schiedsrichter mit auf das Feld. Das Match leitet der neue Kollege, ab und an wird dieser aber direkt gecoacht, wenn auf dem Platz etwas passiert, was so nicht sein sollte. Typisch sind oft falsche Laufwege, nicht optimal gestellte Mauern bei Freistößen oder eine schwach eingesetzte Pfeife. Dies ist anfangs das Normalste der Welt, umso besser ist es natürlich, wenn für die hoffentlich spätere große Karriere sofort auf Qualität geachtet wird. Und wir möchten unseren Fokus auf mehr Qualität legen, aber auch quantitativ das Waldviertel künftig wieder besser vertreten. Zu vergessen ist dabei keinesfalls, dass es letztlich ja auch den Kindern und Jugendlichen zu Gute kommt.
  • Den Vereinen entstehen keinerlei Mehrkosten!!! Der erfahrene Kollege bekommt nur eine kleine Entschädigung von der Schiri-Gruppe W4 selbst.